Schloss Hundisburg

»Auferstanden aus Ruinen« erstrahlt Schloss Hundisburg wieder in vollem Glanz – noch vor 20 Jahren wäre sein heutiger restaurierter Zustand undenkbar gewesen. Bereits 1140 zum ersten Mal erwähnt, besteht es seit 300 Jahren in der Form, wie wir es heute kennen. Durch ein Feuer nach dem Zweiten Weltkrieg nahezu zerstört, in 40 Jahren DDR Ruine geblieben, erwachte es erst nach der Wende durch die Kultur wieder zum Leben. Mit seinen herrlichen Garten- und Parkanlagen lädt das traumhafte Anwesen zum Spazieren, Staunen und Verweilen ein. Jedes Jahr bringt der Zauber der SommerMusikAkademie das Schloss zum Klingen.

Schlossscheune

Für den Gründer der SommerMusikAkademie, Rolf-Dieter Arens, war es Liebe auf den ersten Blick – die Schlossscheune wurde Ausgangspunkt des Festivals. Bis heute spielt sie einen zentralen Part in der SMA. Die Schlossscheune ist eng mit dem Orchester der Akademie verbunden: Hier finden die intensiven Proben statt, hier trifft das Orchester in der Öffentlichen Probe zum ersten Mal auf Publikum und hier gibt es sein Abschlusskonzert unter begeistertem Applaus. Der weiträumige Saal mit seinen Steinwänden und hohen Decken schafft eine einzigartige Atmosphäre, die durch die räumliche Nähe zwischen den Musikern auf der mittig platzierten Bühne und ihrem Publikum noch verstärkt wird.

Hauptsaal

Pünktlich zum 20-jährigen Jubiläum der SommerMusikAkademie bot der Hauptsaal einen ganz besonderen Höhepunkt: Die barocke Stuckdecke mit ihren herrlichen Deckenfresken wurde eingeweiht. Der Maler Christoph Wetzel hatte sie nach dem Vorbild von Fotografien und Dias aus den 1930er Jahren neu schöpfen können. Die Renovierung der Hauptraumfolge, die um die Wende zum 18. Jahrhundert eine der hochrangigsten Innenraumgestaltungen in ganz Norddeutschland darstellte, ist allerdings noch nicht vollendet. So wird momentan das Treppenhaus rekonstruiert, das einst das erste des später so berühmten Typus der Kaisertreppe in monumentaler Form im deutschen Kulturraum war.

Akademiegebäude

Im Akademiegebäude, 2008 fertig gestellt, findet das Eröffnungskonzert statt. Das Gebäude spielt ebenfalls eine wichtige Rolle für das Orchester: Die Musiker treffen sich hier nicht nur zu den gemeinsamen Mahlzeiten, sondern nutzen die verschiedenen Räume des Gebäudes auch zum individuellen Üben oder für kammermusikalische Proben zur Vorbereitung auf das Wandelkonzert.

Barockgarten

Der Barockgarten entstand parallel zum Barockschloss um 1700; seine Rekonstruktion konnte zusammen mit dem Wiederaufbau des Schlosses in der fruchtbaren Umbruchzeit nach der Wende eingeleitet werden. Besonders im Wandelkonzert bietet der ausladende Barockgarten mit seinem Springbrunnen, der Grotte und dem schmiedeeisernen »Pariser Tor« wunderbare Plätze zum Musizieren und Genießen.